Wie wurde die Staatsoper in der DDR rekonstruiert?

Nach dem zweiten Weltkrieg baute der Architekt Richard Paulick, einst Mitarbeiter von Walter Gropius und spätere Chefrachitekt der DDR-Neustadt Hoyerswerda, die Staatsoper Unter den Linden „wieder auf“. Uwe Schwartz  zeigt in seinem Aufsatz auf, das Paulick hierbei keineswegs den Knobelsdorffschen Entwurf rekonstuierte, sondern eine Neuschöpfung entwarf. Er eignete sich das „nationale Kulturerbe“ kritisch an, in dem er das Opernhaus von seinen vermeintlichen Widersprüchen reinigte und die im historischen Stil zitierte Epoche interpretierte, wie sie eigentlich hätte sein sollen, um so die Aneignung ihrer als fortschrittlich deklarierten Kultur legitimieren zu können. ///Seiner Schaffenskraft und seinem Organisationstalent hatte es Richard Paulick zu verdanken, daß er sich in der kurzen Zeit seit seiner Rückkehr aus Fernost in Berlin den Ruf eines „Roten Schlüters“ erworben hatte. Die westdeutsche Presse hatte 1953 halb diffamierend, halb anerkennend geschrieben: „Im Kreis der Kollegen nennt man ihn scherzhaft den ‚roten Schlüter‘, denn er stampft mit seinem babylonischen Arbeitsheer kurzfristig Mietshäuser, Sporthallen, Denkmäler und Regierungspaläste aus dem Boden, erhält Titel, Prämien und Orden und gilt als der sozialistische Messias der Baukunst.“1 Paulick hatte tatsächlich eine schlütersche Energieleistung vollbracht, als er im Frühjahr 1951 unter gewaltigem Termindruck mit Hilfe von 1900 Arbeitern innerhalb kürzester Zeit die Sporthalle für die Weltjugendfestspiele und anschließend neben der städtebaulichen Gesamtleitung der Stalinallee auch den Bauabschnitt C errichtete.2

   

Abb. Links: Das Opernhaus Unter den Linden. Stahlstich von Johann G. Fünck 1743, Quelle: Landesbildstelle Berlin (Bestand des Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv). Abb. rechts: Staatsoper, Grundriss des 1. Obergeschosses zur Erbauungszeit 1742 und nach Wiederaufbau 1955. Quelle: Bearbeitet durch den Autor, Vorlagen: Meffert, Erich. Das Haus der Staatsoper und seine Baumeister, dargebracht zum Jahrestage des 200jährigen Bestehens der Berliner Staatsoper vom Preußischen Finanzministerium. Leipzig, 1942 und Paulick, Richard. „Über die Innenarchitektur der Deutschen Staatsoper Berlin“. Deutsche Architektur 4 (1955)

 

Denkt man jedoch an Paulicks Beschäftigung mit dem Wiederaufbau historischer Architektur an der Straße Unter den Linden, so hätte es eigentlich richtiger – und das vielleicht auch zu Recht – heißen müssen: der ‚Rote Knobelsdorff‘. Denn der Wiederaufbau der Staatsoper Unter den Linden wurde für Richard Paulick mehr als die Wiederherstellung eines zerstörten Bauwerks.

Richard Paulick sah in diesem Auftrag die Möglichkeit, städtebauliche Fehlleistungen der Vorkriegszeit zu revidieren – ein Anliegen, mit dem er scheiterte, um das einmal vorweg zu nehmen. Städtebaulich ging es ihm letztlich nur noch um Schadensbegrenzung. Paulick entwickelte jedoch bei dem Entwurf der Innenarchitektur der Staatsoper eine enge Beziehung zum Baumeister des Opernhauses, Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Einerseits versuchte er sich den ursprünglichen Entwürfen Knobelsdorffs wieder anzunähern, andererseits „verbesserte“ er diese oder wandelte sie, um den Ansprüchen seiner Auftraggeber gerecht zu werden.

1955 erschien eine Festschrift zur Wiedereröffnung der Deutschen Staatsoper Unter den Linden. In dem Geleitwort schrieb der damalige Ministerpräsident der DDR, Otto Grotewohl:

„Die Deutsche Staatsoper ist in der historisch getreuen Form von Knobelsdorff, modernisiert in ihrer Bühnentechnik und Innengestaltung, als ein Werk der deutschen Baukunst wiedererstanden.“3

„Historisch getreue Form“ – das ist falsch, wie ein rein äußerlicher Vergleich des Opernhauses nach dem Wiederaufbau 1955 mit seiner urspünglichen Architektur beweist. Knobelsdorff hatte ein in seiner Umrißlinie geschlossenes und in der Fassadengliederung achsensymmetrischer Opernhaus im Stil englischer Landsitze entworfen.4 1955 war diese, ehemals angenehm ausgewogene Architektur im Bühnenbereich durch Seitenbühnen und Schnürbodenaufbau erheblich verändert worden. Nun war die Vergrößerung des Bühnenbereichs nicht erst in den Fünfziger Jahren, sondern bereits 1926-28 durchgesetzt worden. Paulick hatte sie allerdings auch für den Wiederaufbau übernommen, genauer gesagt: er hatte sie übernehmen müssen.

   

Abb links: Ausgeführter Entwurf Richard Paulicks zum Wiederaufbau der Staatsoper, Quelle: Bundesarchiv DH2 Plan, 4/1. Abb. rechts: Staatsoper Unter den Linden, Fotografie 1938. Quelle: Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv

 

Ein Blick in die Bau- und Veränderungsgeschichte der Opernhauses läßt darüber urteilen, wann und warum dieses überdimensionierte Bühnenhaus entstanden war und warum es letztendlich für eine Nutzung des Hauses als Deutsche Staatsoper unerläßlich war, diese Vergrößerung beizubehalten.

Betrachtet man die Grundrißentwicklung des Opernhauses zwischen 1742 und 1955 wird deutlich, dass sich eine Dreiteilung des Gebäudes in den nördlich gelegenen Festsaal, den sogen. „Apollosaal“, den in der Mitte gelegenen Zuschauerraum und die südlich anschließende Bühne durchgehend erhalten hat.

In seinem Urzustand 1742 war das Opernhaus ein höfisches Festgebäude: Der Zuschauerraum hatte im Parkett keine Bestuhlung, dort wurde gestanden. Die höfische Gesellschaft verfolgte die Aufführung von den Logen der drei Ränge aus. Es war also ein reines Logentheater. Die Bühne hatte eine feststehende Dekoration, konnte aber mit dem Parkett durch Anhebung des Fußbodens zu einem einheitlichen Ball- oder Festsaal verbunden werden.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts steigerte sich der Inszenierungsaufwand bei Opernaufführungen zunehmend. Spätestens seit dieser Zeit war der Knobelsdorff-Bau im Bühnenbereich, besonders aber in der Vertikalen, unzureichend. Für den schnellen Wechsel der Kulissen benötigte man Seitenbühnen, besonders aber einen Schnürboden im Bühnenturm, von dem ganze Bühnenbilder herabgelassen werden konnten.

Trotzdem wurde das Gebäude nach einem Brand 1843, bei dem es bis auf die Grundmauern zerstört wurde, äußerlich ohne große Veränderungen von Karl Ferdinand Langhans wieder aufgebaut. Friedrich Wilhelm IV. hatte den Befehl gegeben, mit dem Wiederaufbau des Opernhauses „ohne Veränderung der äußeren Form und nur mit Verbesserung der inneren Räumlichkeiten“ sofort zu beginnen.5 Schon damals hatte also das Opernhaus den Status eines hochrangigen Denkmals der preußischen Geschichte. Aber der König hatte auch versprochen, ein größeres Opernhaus an anderer Stelle zu errichten, wenn die finanziellen Verhältnisse es gestatten würden. Dieses Versprechen ist zu einem wiederkehrenden Thema in der Geschichte des Opernhauses geworden.

Vor dem 1. Weltkrieg kam es dann zu einem reichsweiten Wettbewerb für ein neues Kaiserliches Opernhaus vis-a-vis dem Reichstag, anstelle des damaligen Kroll´schen Etablisments, der späteren Kroll-Oper.6 Bis ein solches Gebäude errichtet sei, wollte man trotzdem schon größere inszenatorische Möglichkeiten im alten Haus Unter den Linden erhalten und setzte dort 1912 einen „provisorischen“ Bühnenturm auf. Aber wie gefährlich und letztendlich auch dauerhaft solche Provisorien geraten können, zeigt beispielhaft die Geschichte der Staatsoper. Als nach dem Krieg das Geld für den Neubau fehlte, dachte niemand mehr an den Abriss des Provisoriums, im Gegenteil: Das nun zur „Staatsoper“ erklärte ehemalige Königliche Opernhaus wurde jetzt durch eine Erweiterung mit Seitenbühnen ergänzt.7 Die Knobelsdorffsche Architektur war also zu diesem Zeitpunkt nur noch in Versatzstücken erhalten: Im Inneren war es 1842 in Anlehnung an die vorherige Architektur klassizistisch erneuert worden und auch das Äußere war nun nachhaltig verändert. Von dem ‚Knobelsdorffschen Opernhaus‘ konnte man Ende der zwanziger Jahre daher nur noch bei Teilen der Außenarchitektur und dem Säulenportikus sprechen.

  

Abb. links Längsschnitt aus der Dedikationsmappe zum Berliner Opernhaus 1742, Federzeichnung von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff“. Repro Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv (Original Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Plankammer), Abb. rechts: Apollosaal der Staatsoper, aktueller Zustand, Fotografie: Wolfgang Bittner. Quelle: Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv

 

Der Umbau der Oper 1928 war von einer breiten Öffentlichkeit als ein Skandal empfunden worden. Der Bühnenturm galt seit seiner Errichtung 1912 zunächst als ein vorübergehendes Übel, später zusammen mit den Seitenbühnen als ein städtebaulicher Makel im historischen Zentrum. Das Bühnenhaus zerstörte das geschlossene Gefüge des alten Opernhauses und veränderte die städtebaulichen Beziehungen zu den umliegenden Gebäuden entscheidend. Besonders die Hedwigskirche wurde durch seine Baumasse optisch erdrückt und erheblich in ihrer städtebaulichen Wirkung beeinträchtigt.8

Als die Staatsoper im Zweiten Weltkrieg bei einem der ersten Luftangriffe auf Berlin stark beschädigt wurde, ist sie unverzüglich bis 1942 wiederhergestellt worden. Dabei hat man das Bauwerk äußerlich kaum verändert, jedoch im Inneren bis auf die Umfassungsmauern zurückgeführt und nachfolgend die Ränge und Geschoßdecken in Stahlbeton erneuert. Bei diesem Umbau ist der Apollosaal in ein Foyer umgebaut worden. Eine breite, sogenannte „Monumentaltreppe“ führte nun direkt vom Parkettfoyer in den völlig neu proportionierten Apollosaal im 1. Rang.9

Im Frühjahr 1945 ist die Staatsoper abermals von Bomben getroffen worden. Der Zuschauerraum brannte aus, aber die veränderten Raumfolgen, die unter Aufgabe des alten Apollosaals entstanden waren, blieben erhalten. Dieses nur teilzerstörte Bauwerk war die Grundlage für den Wiederaufbau durch Richard Paulick zwischen 1952-1955.

Die Staatsoper war sofort nach Kriegsende als eines der ersten historischen Bauwerke Unter den Linden gegen weiteren Verfall und Plünderung gesichert worden. Der sowjetische Stadtkommandant Bersarin versprach damals, es werde eine neue große Oper an anderer Stelle gebaut werden, damit die alte Oper Unter den Linden wieder in der ursprünglichen Gestalt – ohne Seitenbühnen und Bühnenturm – wiederhergestellt werden könne.10

   

Nordfassade und östliches wie westliches Bühnenhaus der Staatsoper, Fotografie 1949 (Foto: Tiedemann/ Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv)

 

Die ersten städtebaulichen Entwürfe die nach der Staatsgründung der DDR und dem Abriß des Stadtschlosses im Sommer 1950 entstanden, nahmen diesen Gedanken auf: Eine neue „große Staatsoper“ sollte Teil der Platzbebauung am Marx-Engels-Platz werden. Mit dem Wiederaufbau des „kleinen Hauses“ als Staatliches Musik-Konservatorium wurde Richard Paulick noch im Jahr 1950 beauftragt. Das auf seine barocken Dimensionen zurückgebaute Opernhaus sollte nach seiner Planung Teil eines Musikzentrums an der Straße Unter den Linden werden und neben einem kleinen Opernsaal und einem Kammermusiksaal auch eine große Anzahl von Unterrichtsräumen aufnehmen.11 Auf der Grundlage dieser Planung wurde auch im Frühjahr 1951 bereits der Bühnenturm abgetragen.

Im Juli 1951 entschied sich die Staatsführung der DDR jedoch überraschend für einen Wiederaufbau des alten Operngebäudes als Staatsoper der DDR. Diese Entscheidung war nicht städtebaulich, architektonisch oder gar denkmalpflegerisch begründet: Den Ausschlag für diese Entscheidung hatte vielmehr der Dirigent Erich Kleiber gegeben.

Kleiber war bereits vor dem Krieg für die Staatsoper als Generalmusikdirektor tätig gewesen und hatte 1935 wegen des zunehmenden Antisemitismus gegenüber jüdischen Komponisten und Musikern sein Amt niedergelegt.12 Am 17. Juni 1951 dirigierte Erich Kleiber nach sechzehnjähriger Abwesenheit in der Emigration im Admiralspalast zum ersten Mal wieder eine Opernaufführung. Er wurde daraufhin von der Staatsführung der DDR umworben, erneut an der Staatsoper tätig zu werden. Man versprach sich von diesem Engagement eine „eine neue Blütezeit der deutschen Opernkunst in der Staatsoper Berlin“.13 Staatspräsident Wilhelm Pieck hatte ihn am Tag nach dem Konzert im Festsaal des Schlosses Niederschönhausen empfangen. Dort waren auch Generalsekretär Walter Ulbricht, der Minister für Volksbildung Paul Wandel, der Minister für Aufbau Lothar Bolz und sowie der Präsident der Deutschen Bauakademie Kurt Liebknecht anwesend.14 Bei dieser Unterredung fiel die Entscheidung für den Wiederaufbau der Staatsoper. Kleiber sagte zu, das Eröffnungskonzert zu dirigieren und anschließend die Position des Generalmusikdirektors einzunehmen. Allerdings unter der Bedingung, daß die Innenräume getreu dem Vorkriegszustand rekonstruiert würden. Richard Paulick und die Meisterwerkstatt III wurden daraufhin vom Präsidium der Bauakademie mit der Ausführung beauftragt.15

Bauausführung

Richard Paulicks Brigadeleiter in der Meisterwerkstatt III. waren bei der Projektierung der Staatsoper die Architekten Rudolf Steffens, Rudolf Dehmel, Franz Schmidt, Dieter Zahn, Werner Schmidt und Werner Prendel. Verantwortlich für alle Entwürfe zum Bühnenhaus war der Theaterfachmann Kurt Hemmerling.

Die Räume der Meisterwerkstatt III befanden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neubau der Sowjetischen Botschaft. Drei Geschosse eines Geschäftshauses Unter den Linden 6716 besetzten die Zeichentische der Meisterwerkstatt.

Richard Paulick wurde für die Entwurfsarbeit ein „wissenschaftliches Aktiv“ in Person des Direktors der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, Professor Willy Kurth an die Seite gestellt. Richard Paulick schätzte Willy Kurth als den „Kunstsachverständigen“ und den „besten heutigen Knobelsdorffkenner“17.

Zur Kontrolle der Entwurfstätigkeit war im August 1951 eine Baukommission unter der Leitung der Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten gebildet worden. Den Vorsitz führte Staatssekretär Helmut Holtzhauer. Der Baukommission gehörten neben Theaterfachleuten auch Kurt Liebknecht und sein Stellvertreter Edmund Collein als Vertreter des Präsidiums der Bauakademie an. Die Baukommission tagte nur unregelmäßig und hatte auch letztlich keine Entscheidungsbefugnis. Dort wurde nur geprüft, ob das Projekt ausgereift genug war, um es dem Politbüro, bzw. dem Ministerrat, vorzulegen.

Investträger waren zuerst die Staatliche Kunstkommission, anschließend das Büro für Sonderbauten beim Ministerium für Aufbau und ab 1953 das Nationale Aufbauwerk der Hauptstadt Berlin. Allein für das Operngebäude betrugen die tatsächlichen Kosten am Ende über 38 Millionen Mark.18

Richard Paulick mußte schnell erkennen, daß seine ursprüngliche Intention, das Opernhaus wieder auf seine barocke Gestalt zurückzubauen sich nicht mit den Forderungen der Intendanz der Staatsoper an eine zeitgemäße und moderne Bühnentechnik in Übereinstimmung bringen ließ. Er beklagte sich im Erläuterungsbericht seines Vorprojekts über die Ansprüche, die an das Knobelsdorffsche Opernhaus gestellt würden. Dort heißt es:

„… Die Oper im Stile Knobelsdorff’scher Tradition wiederherzustellen und sie zum repräsentativen Deutschen Opernhaus zu machen, birgt einen unlösbaren Widerspruch in sich selbst…Man muß sich dessen bewußt sein, daß dieses Opernhaus als höfische Kammeroper gebaut wurde und höhere Ansprüche nur erfüllt werden können unter teilweiser oder gänzlicher Zerstörung des Knobelsdorff’schen Baues.“19

Die Regie-Oper, oder auch „große Oper“ genannt, setzte großartige Kulissen, kurze Umbaupausen und spektakuläre Inszenierungen voraus und erforderte nun die Neuerrichtung des bereits abgetragenen Bühnenturms. Paulick entwarf jetzt einen neuen, wenn auch deutlich niedrigeren Bühnenturm, um den Schaden aus seiner Sicht zu begrenzen. „Die aus bühnentechnischen Gründen unvermeidlichen Zutaten müssen sich dem Geiste Knobelsdorffs anpassen“20 erklärte Richard Paulick. Die bisherigen Entwürfe für den Bühnenturm seien „Beispiele einer vom formalistischen Denken beherrschten Sachlichkeit“ und die Ablehnung der Bevölkerung in der Vergangenheit daher „völlig einmütig“ gewesen.21 Der Bühnenturm sollte daher nicht wie bisher „im krassen Widerspruch zur Knobelsdorff’schen Architektur“22 aufgefaßt werden, sondern sich in die Gesamtform einpassen. Die gestalterische Lösung für den neuen Bühnenturm leitete er direkt der Architektur des Opernhauses ab.

Hinsichtlich der Innenarchitektur der Staatsoper muß man eines in aller Deutlichkeit voranstellen: Im Inneren des Opernhauses hat sich aus der Erbauungszeit nichts erhalten. Diese Bauschicht wurde bereits beim großen Theaterbrand 1843 vernichtet. Aber auch von der nach dem Brand entstandenen Innenarchitektur hat nichts überdauert. Denn schon beim Wiederaufbau im Zweiten Weltkrieg ist das Gebäude entkernt und in seiner inneren Struktur völlig verändert worden. Genau diesen Vorgang wiederholt Paulick gerade einmal 10 Jahre danach: er läßt die Betonkonstruktion heraussprengen und das Opernhaus erneut entkernen! Wenn wir heute also das Innere des Opernhauses ansehen, so muß uns klar sein, daß es sich bis in das Detail hinein um eine Neuschöpfung der Fünfziger Jahre handelt.

Richard Paulick erarbeitete eine völlig neue Lösung für die Erschließung des Opernhauses, die er selbst als eine „Steigerung festlicher Atmosphäre in der Raumfolge“ beschrieben hat.23 Der Gast betritt seit 1952 die Staatsoper über die Kassenhalle zwischen den Armen der Freitreppe am Portikus und wird von dort sofort seitlich über Treppenläufe in das Untergeschoß zu den Garderobenhallen geleitet. Beinahe die gesamte Nutzfläche des Untergeschosses hat erst Richard Paulick für die Staatsoper erschlossen.

Die 40m langen Garderobenhallen dehnen sich weit unter die angrenzenden Platzflächen aus. Um die notwendige Kommunikation bei der Erschließung zu gewährleisten, mußten die teilweise 4,50 starken Sandsteinfundamente mehrfach durchbrochen werden, was durch äußerst aufwendige Unterfangungen des Fundaments vorbereitet worden ist. Bestimmend für die Raumwirkung der Garderobenhallen sind die kräftigen Stützen, die in regelmäßigem Abstand stehend ein Gerüst aus Schwibbögen tragen. Das Schwere, Lastende, und die freigestellte Konstruktion trägt einen klassizistischen Zug.

Zwischen den Garderobenhallen befindet sich die Konditorei. Paulick vergrößerte einen dort bereits vorhandenen Raum beinahe auf die doppelte Größe, indem er die tragende „Apollosaalwand“ mit sechs breiten Durchgängen durchbrach. Der Charakter dieses Raums ist – wie die Bezeichnung „Konditorei“ verrät – der eines Kaffeehauses. Paulick verzichtete in der Konditorei bewußt auf steinerne Materialien.24 Die Wand- und Pfeilerpaneele sind aus einem dunkel gebeizten Holz gefertigt, mit Pilastern ionischer Ordnung gegliedert und, ganz im Sinne des Barock, als eine zweite dekorative Wand aufgefaßt.

Das untere Foyer ist der Höhepunkt der Raumfolge, wenn man als Besucher über zwei Treppenhallen wieder auf die Ebene des Parketts zurückgekehrt ist. Seine Wände sind betont dunkel gehalten, um den Effekt der räumlichen Erweiterung zu den seitlichen Treppenhallen und dem Umgang des Parketts im Zuschauerhaus zu verstärken. Die Wände und die gedoppelten Hermenpilaster sind mit dunkelgrünem Stukkolustro verkleidet und vergoldeten Profilen akzentuiert. Die Proportion der Raumabmessungen entspricht etwa der des darüberliegenden Apollosaals. Insbesondere das komplizierte Rautenschlingmuster des Kalksteinbodens nobilitiert diesen ersten großen Empfangsraum des Opernhauses.

Über drei Durchgänge betritt der Besucher im Parkett durch die „Apollosaalwand“ hindurch das Zuschauerhaus. Für die Wandverkleidungen und Gliederungselemente in den Umgängen der Ränge des Zuschauerhauses waren keine Entwürfe Knobelsdorffs überliefert. Richard Paulick hat sich mit seinen Entwürfen an der „französischen Klassik“25 orientiert und eine sehr tektonische Gliederung der Wandflächen entworfen, die weitgehend auf Girlanden oder andere flächenhafte Ornamentik verzichtete. Seine Entwürfe zeigen kaum Ähnlichkeiten zu Knobelsdorffs verbürgten Entwürfen für Wanddekorationen. Paulick rechtfertigte seine Vorgehensweise 1955 in der „Deutschen Architektur“:

[Die Dekorationen] vermeiden die Ähnlichkeit mit den fälschlicherweise Knobelsdorff zugeschriebenen Rokoko-Dekorationen in Sanssouci und anderswo…Grundprinzip der Gestaltung dieser Rangumgänge wie auch der übrigen Innenräume war es gerade, die fortschrittlichen rationalistischen Ideen, die die äußere Gestalt des Opernhauses bestimmten, anklingen zu lassen…Es ist hier wie überall jener früheste Klassizismus spürbar, der sich gerade vom barocken Schwulst entfernt hat, sich gegen das Rokoko behauptet und noch nicht in den schulmeisterlich Schinkelschen Klassizismus eingemündet ist“26

Staatsoper Berlin

Zuschauerraum der Staatsoper, aktueller Zustand, Fotografie: Wolfgang Bittner. Quelle: Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv

 

Hier klingt erstmals ein Gestaltungsprinzip Paulicks an, das darauf gründet, Knobelsdorff sei bereits ein Frühklassizist gewesen, dessen Architektur durch das Werk der Dekorateure des Spätbarock und des Rokoko verunstaltet worden sei. Die Zeichnungen aus der Dedikationsmappe, die Knobelsdorff Friedrich dem Großen zur Einweihung der Oper 1742 dargebracht hatte zeigten, so Paulick, „ein äußerst einfaches und straffes klassizistisches Gerüst …, das von Nahl und Hoppenhaupt in fast unerträglicher und schwülstiger Weise dekoriert wurde.“27

Paulick entwarf fortan im „Geiste Knobelsdorffs“: Da seiner Ansicht nach nur zwei Räume, nämlich die beiden zentralen Repräsentationsräume des Schlosses Sanssouci dem „wahren Geist Knobelsdorffscher Gestaltung“28 entsprachen, ging er über zu einer – wie er es ausdrückte – „Weiterentwicklung dieser seinerzeit fortschrittlichen Ideen im Sinne des sozialistischen Realismus“29:

„Wir versuchten, aus der historischen Entwicklung der Formen immer jene Elemente festzustellen, die der Knobelsdorffschen Form entsprechen würden. Aus diesen Analysen sind Innenräume entstanden, die nach unserer Meinung den wahren Knobelsdorffschen Formvorstellungen besser entsprechen als die ursprüngliche Version von 1743…“30

Einer der zwei zentralen Innenräume der Staatsoper ist der Apollosaal. Er ist allein über drei Durchgänge im 1. Rang zu betreten. Es ist kein Raum, der automatisch bei einem Theaterbesuch durchschritten wird. Deshalb kann man diesen Saal auch nur schwerlich als ein Foyer bezeichnen. Dieser ehemals als Bankettsaal entworfene Raum hat eher den Charakter eines Kammermusiksaals.

Richard Paulick dachte zunächst daran, diesen Saal getreu dem Entwurf Knobelsdorffs mit Hermen und Karyatiden zu rekonstruieren. Er entwickelte aber auch eine Variante mit korinthischen Doppelsäulen wie sie ähnlich im Vestibül von Schloß Sanssouci zu finden ist und die – wie Paulick es ausdrückte – „dem klassizistischen Stil Knobelsdorffs am gerechtesten wird.“31

Für die Entscheidung, welche Raumfassung zur Ausführung kommen sollte, wurde letztlich bestimmend, daß der Apollosaal vor allem für die Staatsrepräsentation nutzbar sein müsse. Die Stimmung des Raumes sollte nicht kurzweilig, heiter, beschwingt sein, sondern ernst und monumental. Paulick hat darauf in der Deutschen Architektur selbst hingewiesen: „Da dieser Saal gelegentlich für Staatsempfänge benutzt werden wird, sahen wir uns zu einer Umgestaltung berechtigt.“ Er werde dadurch „strenger“, schrieb Paulick, „repräsentativer“ und „als Wandelhalle geeigneter.“32

Alle Entwurfdetails für den Apollosaal entstammen den beiden zentralen Räumen des Schlosses Sanssouci, dem „Marmorsaal“ und dem sogenannten „Parolesaal“. Besonders der Parolesaal muß Richard Paulick begeistert haben: Nahezu alle Elemente sind in der Raumfassung des Apollosaals enthalten. Dazu gehören neben den Säulenpaaren auch die Wandgliederung und die Gesimsausbildung. Paulick blieb dabei immer einem Prinzip treu: Die absolute Größe und die originalen Verhältnisse des Vorbilds wurden gewahrt.

Der Höhepunkt der Gestaltung im Apollosaal ist aber zweifellos der Fußboden. Paulick ließ das große Oval des Bodens im Marmorsaal des Schlosses Sanssouci detailgetreu aufmessen und von Steinmetzen und Steinschneidern im Thüringischen Saalburg eine exakte Kopie für den Apollosaal des Opernhauses anfertigen.33 Das Oval des Marmorsaals ist im Maßstab 1:1 in die sehr viel größere rechteckige Grundfläche des Apollosaals integriert worden. Das Ornament des Mittelovals, ein Geflecht aus beige-braunen Leisten und Blatt-Ornamenten wurde als Hintergrund für die gesamte Fläche des Saales verwendet.

Den Zuschauerraum entwarf Richard Paulick als ein dreirangiges Theater mit einem nur einteiligen Proszenium. Keinen Moment hatte er daran gedacht, das Logentheater Knobelsdorffs zu rekonstruieren. Noch stärker als in den Rangumgängen griff Paulick bei der Dekoration der Rangbrüstungen auf klassizistische Vorbilder zurück. Für den Entwurf der Decke, die eine flache Kuppel bildet, war die Kuppel des Marmorsaals im Schloß Sanssouci das Vorbild, auch wenn sich dieser Bezug nicht sofort aufdrängt. Das Bühnenportal nähert sich noch am stärksten dem ursprüglichen Entwurf Knobelsdorffs an. Aber anders als Knobelsdorff integrierte Paulick dort „repräsentative“ Ehrenlogen, deren besondere Funktion er 1952 folgendermaßen beschrieben hat:

„Die Präsidentenloge ist im 1. Rang im Proszenium vorgesehen und wird über eine gesonderte Treppe erreicht, die in einen Vorraum mündet. Hinter dem Vorraum ist anschließend ein Tee-Salon für den Präsidenten angeordnet. Die Benutzung der Präsidentenloge im Proszenium ist lediglich für festliche Anlässe und Kundgebungen in der Staatsoper gedacht. Für den Theaterbesuch des Präsidenten wird die Mittelloge im 1. Rang in würdiger architektonischer Form ausgebildet.“34

Diese Ehrenlogen dienten also dem Zweck der „Staatsrepräsentation“. Sie wenden sich auch entsprechend leicht zum Zuschauerraum und nicht zur Bühne. Sie waren zudem die einzigen Plätze in der Staatsoper, die mit dem Hoheitszeichen der DDR geschmückt waren. Hammer und Zirkel waren dort, gerahmt von einem Eichenkranz, in die Dekoration der Brüstung eingearbeitet worden. Im Bildersturm nach 1989 sind sie jedoch von einem Mitarbeiter der Staatsoper entfernt worden. 

Erhalten hat sich dagegen eine aus heutiger Sicht erstaunliche Blüte „zeitgenössischer Dekorationskunst“ im Inneren der Ehrenlogen: jeweils eine vergoldete Supraporte ziert dort die Eingangstüren. Dargestellt sind Züge von Demonstranten auf der Straße Unter den Linden vor dem Hintergrund der fertiggestellten Oper. Es sind Arbeiten, die sich stilistisch sehr eng an Georg Franz Ebenhechs Supraporten im Parolesaal von Schloß Sanssouci anlehnen – dort allerdings mit einer anderen Thematik: Bei Ebenhech sind es der „Triumphzug des Bachhus“ und der „Zug der Silenen“.

Rufen wir uns noch einmal Otto Grotewohl Worte zur Wiedereröffnung der Oper 1955 in Erinnerung: „Die Deutsche Staatsoper ist in der historisch getreuen Form von Knobelsdorff, modernisiert in ihrer Bühnentechnik und Innengestaltung, als ein Werk der deutschen Baukunst wiedererstanden.“

Von einer ‚historisch getreuen Form‘ kann bei der Staatsoper nun wirklich in keiner Hinsicht gesprochen werden. Das war lediglich die beabsichtigte Außenwirkung. Der Öffentlichkeit gegenüber, und darin stimmt Grotewohl mit den meisten Pressestimmen überein, war tatsächlich das alte Knobelsdorffsche Opernhaus ‚wiedererstanden‘. Die DDR sah sich als Hüter der deutschen Baukultur und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff war ebenso wie Karl Friedrich Schinkel ein wichtiger Vertreter der „humanistischen Epoche“. Die beiden Künstler standen in den Fünfziger Jahren für den Beginn und den Höhepunkt der als ‚fortschrittlich‘ deklarierten Berliner Bautradition.

Richard Paulick wurde niemals müde, zu betonen, daß es sich beim Wiederaufbau der Oper nicht um eine Rekonstruktion „im Sinne der Denkmalpflege“ handele:

„Wesentlich umfangreicher, und sowohl vom Knobelsdorffschen Vorbild wie auch vom letzten Zustand abweichender, sind die Veränderungen im Inneren der neuen Staatsoper.“35 

Die „vielfach verbreitete Meinung“, als stelle der Wiederaufbau eine einfache denkmalpflegerische Rekonstruktion des Knobelsdorffschen Baus dar, sei „schon des öfteren widerlegt worden.“36

Richard Paulick reinigte das Opernhaus von seinen vermeintlichen Widersprüchen und interpretierte die im historischen Stil zitierte Epoche, wie sie eigentlich hätte sein sollen, um so die Aneignung ihrer als fortschrittlich deklarierten Kultur legitimieren zu können. Der ‚Geist Knobelsdorffs‘ war letztlich die Entwurfsarbeit des Architekten Richard Paulick, der das „wertvolle humanistische Erbe Knobelsdorffs…mit den Anforderungen an ein modernes Theater in Einklang“37 zu bringen hatte. Am Ende beanspruchte Richard Paulick für sich, Knobelsdorff nachträglich zu schöpferischer Freiheit verholfen zu haben und demonstrierte gleichzeitig beispielhaft am Wiederaufbau der Staatsoper die ‚kritische‘ Aneignung des nationalen Kulturerbes.

 

Zuerst erschienen in: Thöner, Wolfgang / Müller, Peter (Hgg.): Bauhaus-Tradition und DDR-Moderne. Der Architekt Richard Paulick, München 2006. Wiederveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Anmerkungen:

1 Bundesarchiv, DH 2 / DBA/A/77; Gottfried Spranger: „Der rote Schlüter. Zum Wiederaufbau der Staatsoper Unter den Linden“, Zeitungsartikel, ohne Quellenangabe (Simone Hain nennt als Quelle den „Spiegel“ 1953, Artikel über „Die deutschen Wühler“, in: Scheinschlag (1999), Heft 3.)

2 Hörter, Stefan (unveröffentlicht). Die Sportwettkampfhalle an der Stalinallee in Berlin von Richard Paulick (Magisterarbeit am Fachbereich Kunstgeschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität). 1998.

3 Deutsche Staatsoper Berlin. Zur Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden am 4. September 1955, hg. von der Intendanz der Deutschen Staatsoper. Berlin, 1955

4 Die direkten Vorbilder für die Architektur des Berliner Opernhauses finden sich im englischen Palladianismus des 17. und frühen 18. Jahrhunderts, besonders im Stichwerk Colin Campbells Vitruvius Britannicus or the British architect (London 1731), das sich in der Bibliothek des Potsdamer Stadtschlosses befand, vgl: Silke Großer. „Einige Anmerkungen zum Einfluß Palladios auf die Bautätigkeit in Berlin und Potsdam unter Friedrich II“. Bauen nach der Natur – Palladio. Die Erben Palladios in Nordeuropa, hg. von Jörgen Bracker. Ostfildern, 1997. 296.

5 Kabinettsordre Friedrich Wilhelms IV. vom 21.08.1843, zit. nach Fürstenau, Eduard. „Zur Baugeschichte des staatlichen Opernhauses in Berlin“. Denkmalpflege und Heimatschutz 30 (1928). 21.

6 Vgl. Waltraud Strey. Wettbewerb für den Neubau eines Königlichen Opernhauses in Berlin für Wilhelm II. Berlin, 1981.

7 Vgl. Fürstenau, Eduard. „Der Um- und Erweiterungsbau des Bühnenhauses der Staatsoper in Berlin“. Zentralblatt der Bauverwaltung 46 (1926). 449-452.

8 Hermann Schmitz. „Der Abbruch des Berliner Opernhauses. Seine Mahnungen und Lehren“. Deutsche Bauzeitung 61 (1927). 198.

9 Vgl. Meffert, Erich. Das Haus der Staatsoper und seine Baumeister, dargebracht zum Jahrestage des 200jährigen Bestehens der Berliner Staatsoper vom Preußischen Finanzministerium. Leipzig, 1942; Meffert, Erich. Das Haus der Staatsoper und seine neue Gestaltung, dargebracht von der Generalintendanz der Preußischen Staatstheater. Leipzig, 1944.

10 Otto, Werner. „Deutsche Staatsoper Berlin: Dokumentation 1945-1965″. Deutsche Staatsoper Berlin, hg. aus Anlass der Jubiläumsspielzeit 1965/66 im Auftrag der Intendanz von Werner Otto und Günter Rimkus. Berlin, o.J. [1966]. (ohne Seitenzählung).

11 Otto, Werner. Die Lindenoper. Ein Streifzug durch ihre Geschichte. Berlin, 1980. 285.

12 Rösler, Walter, Manfred Haedler und Michaela von Marcard. Das ‚Zauberschloß‘ Unter den Linden: Die Berliner Staatsoper. Geschichte und Geschichten von den Anfängen bis heute. Berlin, 1997. 189ff.

13 Bundesarchiv, DR 1 / 213; Schreiben des Abteilungsleiters Musik (Hartwig) an Helmut Holtzhauer, datiert vom 15.07.1952; Kleiber wurde gleichzeitig – die Wiederaufbauarbeiten für die Staatsoper hatten bereits begonnen – für die Verleihung des Nationalpreises 1. Klasse vorschlagen.

14 Otto, Werner. „Deutsche Staatsoper Berlin: Dokumentation 1945-1965″. Deutsche Staatsoper Berlin, hg. aus Anlass der Jubiläumsspielzeit 1965/66 im Auftrag der Intendanz von Werner Otto und Günter Rimkus. Berlin, o.J. [1966]. (ohne Seitenzählung).

15 Bundesarchiv, DH 2 / 01/01/2; Präsidiumssitzung der Deutschen Bauakademie vom 26.07.1951.

16 Unbezeichnete und undatierte, in der Meisterwerkstatt III hergestellte Grundrisse aller Geschosse eines Gebäude Unter den Linden befinden sich im Bundesarchiv, DH 2 / DBA/A/77.

17 Paulick, Richard. „Die künstlerischen Probleme beim Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden“. Deutsche Architektur 2 (1952). 37.

18 Vgl. „Gesamtstrukturplan“ des Bauleiters Helmut Ober vom 11. Mai 1955. Landesarchiv, Rep. 120, Nr. 1965, Bd.2.

19 Richard Paulick. „Erläuterungsbericht zum Vorprojekt für den Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin“ vom 27.09.1951. Bundesarchiv, DH 2 DBA/A/9. 1.

20 Richard Paulick. „Erläuterungsbericht zum Vorprojekt für den Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin“ vom 27.09.1951. Bundesarchiv, DH 2 DBA/A/9. 3.

21 Paulick, Richard. „Die künstlerischen Probleme beim Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden“. Deutsche Architektur 2 (1952). 36-37.

22 Richard Paulick. „Erläuterungsbericht zum 2.Vorprojekt für den Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin“ vom 15.02.1952. Bundesarchiv, DH 2 DBA/A/9. 2.

23 Paulick, Richard. „Zehn Jahre danach“. Deutsche Staatsoper Berlin, hg. aus Anlass der Jubiläumsspielzeit 1965/66 im Auftrag der Intendanz von Werner Otto und Günter Rimkus. Berlin, o.J. [1966]. (ohne Seitenzählung).

24 Die Konditorei besaß ursprünglich einen Parkettfußboden. Das Parkett war jedoch so schlecht verlegt, daß schon bei der Eröffnung Kleber aus den Fugen trat. Man legte im Oktober 1955 zunächst einen Velourteppich darüber und wechselte schließlich den Parkettboden gegen weißen Marmor aus.

25 Paulick hat auf die Stichwerke Gilles-Marie Oppenordts (1672-1742) verwiesen, die entsprechende Vorlagen geliefert hätten, vgl. Paulick, Richard. „Über die Innenarchitektur der Deutschen Staatsoper Berlin“. Deutsche Architektur 4 (1955). 438

26 Paulick, Richard. „Zum Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper“. Deutsche Staatsoper Berlin. Zur Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden am 4. September 1955, hg. von der Intendanz der Deutschen Staatsoper. Berlin, 1955. 88f.

27 Paulick, Richard. „Die Innenarchitektur der Deutschen Staatsoper“. Deutsche Architektur 3 (1953). 270.

28 Paulick, Richard. „Die künstlerischen Probleme beim Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden“. Deutsche Architektur 2 (1952). 39.

29 Paulick, Richard. „Zum Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper“. Deutsche Staatsoper Berlin. Zur Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden am 4. September 1955, hg. von der Intendanz der Deutschen Staatsoper. Berlin, 1955. 85.

30 Paulick, Richard. „Die künstlerischen Probleme beim Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden“. Deutsche Architektur 2 (1952). 39.

31 Richard Paulick. „Erläuterungsbericht zum 2.Vorprojekt für den Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin“ vom 15.02.1952. Bundesarchiv, DH 2 DBA/A/9. 4.

32 Paulick, Richard. „Die Innenarchitektur der Deutschen Staatsoper“. Deutsche Architektur 3 (1953). 268.

33 Die Intarsienarbeit für den Apollosaal wurde in Saalburg vom dort heimischen Bildhauer Schulz und seinen Berliner Mitarbeitern ausgeführt, vgl. Rudolf Hundt. „Marmor aus Saalburg“. Thüringische Landeszeitung, vom 27.03.1955.

34 Richard Paulick. „Erläuterungsbericht zum 2.Vorprojekt für den Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin“ vom 15.02.1952. Bundesarchiv, DH 2 DBA/A/9. 3.

35 Paulick, Richard. „Zum Wiederaufbau der Deutschen Staatsoper“. Deutsche Staatsoper Berlin. Zur Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden am 4. September 1955, hg. von der Intendanz der Deutschen Staatsoper. Berlin, 1955. 86f.

36 Paulick, Richard. „Über die Innenarchitektur der Deutschen Staatsoper Berlin“. Deutsche Architektur 4 (1955). 436.

37 Das Präsidium der Deutschen Bauakademie. „Zum 50. Geburtstag von Professor Richard Paulick“. Deutsche Architektur 2 (1953). 257.

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