Literaturhinweise »Nutzung«

Nutzer und Nutzung Humboldt-Forum

Bundeszentrale für politische Bildung/ Humboldt Universität (Hg.): Auf dem Weg zum Humboldtforum: Das Humboldtforum auf dem Berliner Schlossplatz, DVD Berlin 2006.

Bredekamp, Horst; Brüning, Jochen; Weber, Cornelia: Theater der Natur und Kunst/ Theatrum Naturae et Artis, Wunderkammern des Wissens, (a) Dokumentation der Ausstellung (b) Essays, Berlin 2001.

Alice Creischer, Max Jorge Hinderer, Andreas Siekmann (hg.) Das Potosi-Prinzip. Koloniale Bildproduktion in der globalen Ökonomie, Köln 2010

Thomas Flierl, Hermann Parzinger (Hg.): Humboldt Forum Berlin. Das Projekt, Berlin 2009

König, Viola  (Hg.): Ethnologisches Museum Berlin, Prestel Museumsführer, München/ Berlin 2003.

Lippe, Rudolf zur  (Hg.): Mit Wilhelm und Alexander Humboldt zum Humboldt-Forum in der Mitte von Berlin, II Visionen und Praxis, Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit Heft 2, Berlin 2007

Museum für Ostasiatische Kunst, Prestel-Museumsführer, München 2000.

Yaldiz, M., Gadebusch, R.D. et al: Museum für Indische Kunst Berlin, Prestel-Museumsführer, München 2000.

Yaldiz, M., Gadebusch, R.D. et al.: Magische Götterwelten: Werke aus dem Museum für Indische Kunst, Berlin, Potsdam 2000.

Wilhelm und Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt und seine Welt 1769-1859, Ausstellungskatalog, Berlin 1969.

Berglar, Peter: Wilhelm von Humboldt, Biographie, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1970.

Lippe, Rudolf zur (Hg.): Von Wilhelm und Alexander Humboldt zum Humboldt-Forum in der Mitte von Berlin, Textcollage von Rudplf zur Lippe, Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit Heft 1, Berlin 2006

Meyer-Abich, Adolf: Alexander von Humboldt, Biographie, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1967.

Klaus Hammacher (Hg.): Universalismus und Wissenschaft im Werk und Wirken der Brüder Humboldt, Klostermann Vittorio GmbH, 1982.


Zwischennutzung

Conny Becker, Christina Landbrecht, Friederike Schäfer (Hg.): Metropolitan Views. Kuntsszenen Berlin 1989-2998, Berlin München 2010

Tim Birkholz: “Schloß mit der Debatte?”. Die Zwischennutzung im Palast der Republik im Kontext der Schlossdebatte, Graue Reihe des Instituts für Stadt und Regionalplanung Technische Universität Berlin, Heft 14, Berlin 2008

Volkspalast, Hg. Amelie Deuflhard, Sophie Krempl, Philipp Oswalt, Matthias Lilienthal und Harald Müller, Berlin 2005

ZwischenPalastNutzung, Bündnis für den Palast, Urban Catalyst (Hg.): Zwischennutzung des Palast der Republik, Bilanz einer Transformation 2003 ff, Berlin 2005

2 Antworten zu “Literaturhinweise »Nutzung«”

  1. Ekkehart .Krippendorff sagt:

    Prämisse: Natürlich muß an der Schloß-Stelle etwas gebaut werden – man kann sie nicht leer lassen. Aber die Grund- und Hauptfrage ist doch die der Funktion dessen, was an diesem Ort geschehen soll. Und wenn man für einen Augenblick den kontaminierten Namen nicht scheut, dann wäre dies in der Tat der Ort für einen Palast der Republik. Wozu sollte dieser zentrale politische Ort dienen? Dazu, daß die Bürger – die Berliner, die Hauptstadtbesucher, eben die Bürger – hier einen Ort vorfinden, wo sie sich versammeln und treffen können. Also: Ein Gebäude, das viele Räume hat, größere und kleinere Versammlungsräume (in denen sich Bürgerinitiativen nach Anmeldung treffen können, um ihre anliegen zu diskutieren), aber auch Cafés zum Entspannen; Leseräume mit den wichtigsten deutschen und europäischen Tageszeitungen; eine große Bibliothek, die nicht mit der Stabi konkurrieren soll, sondern sich etwa beschränkt auf zeitgenössische Literatur als Präsenzbibliothek, nicht zur Ausleihe – da könnten beispielsweise jeweils für ein Jahr die auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellten Bücher des jeweiligen Gastlandes zugänglich sein; es sollte dort mittelgroße Räume geben, wo DVDs oder Videos gezeigt werden können – von Filmemachern, die es schwer haben, in den Verleih zu kommen – oder parallel Filme aus dem Buchmessen-Gastland (ein guter Programmdirektor mit etwas Phantasie wird das mühelo bespielen können); oder auch für jeweils beschränkte Zeit immer nur ein zeitgenössisches Bild oder eine Plastik – Vobild die Sammlung Hoffmann:
    Wenn man das Wort Humboldt-FORUM ernst nimmt, dann ist ein Forum ein öffentlicher Platz der Bürgerinnen und Bürger und eben kein Museum, wo abgeladen ist, wofür man anderwärts keinen Platz zu haben mein; für Aussgtellungsware gibt es die benachbarte Museumsinseln und andere Stätten. Das Forum ist gewissermaßen ein Kernstück der Demokratie -die Agorà der Republik, wo man gerne hingeht, weil immer irgendetwas “los” ist, sei es Aktuelles, sei es ein reiches Angebot, an dem man sich durch kritische Nachfragen beteiligen kann in öffentlicher Rede. Man könnte dort auch einen Raum reservieren für jeweils einen Bundestagsabgeordneten – jeden Tag ein anderer – der sich hier den Fragen der BürgerInnen stellt: Das könnte eine feste Institution werden.
    Kurz: Kein Museum, sondern ein Forum für eine vielfältig sich manifestierende Öffentlichkeit.
    Ist über die Nutzung erst einmal ein prinzipieller Konsens gefunden, ergibt sich dann als zweite Frage die architektonische Umsetzung: Wenn ein Architekt meint, er könne diese vorgebenen Zwecke verwirklichen in Gestalt eines annähernd wiedererrichteten Schlosses – bitte sehr. Aber vermutlich würden sich dann eher ganz andere Bauformen ergeben, genauso markant und zugleich funktional wie etwa die Philharmonie… Wenn es schon bedauerlicherweise verpaßt wurde, an diesem zentralen Ort ein funktional würdiges Parlamentsgebäude zu errichten als Symbol für die Zentralität des demokratischen Anspruchs, dann sollte zumindest hier ein Gebäude stehen, das nicht nur offiziell “der Bevölkerung” gewidmet ist, sondern von ihr auch tatsächlich benutzt und angeeignet,also mit politischem Leben erfüllt werden kann.

  2. Ekkehart .Krippendorff sagt:

    Prämisse: Natürlich muß an der Schloß-Stelle etwas gebaut werden – man kann sie nicht leer lassen. Aber die Grund- und Hauptfrage ist doch die der Funktion dessen, was an diesem Ort geschehen soll. Und wenn man für einen Augenblick den kontaminierten Namen nicht scheut, dann wäre dies in der Tat der Ort für einen Palast der Republik. Wozu sollte dieser zentrale politische Ort dienen? Dazu, daß die Bürgerinnen und Bürger – die Berliner, die Hauptstadtbesucher, eben die Bürger – hier einen Ort vorfinden, wo sie sich versammeln und treffen können. Also: Ein Gebäude, das viele Räume hat, größere und kleinere Versammlungsräume (in denen sich Bürgerinitiativen nach Anmeldung treffen können, um ihre Anliegen zu diskutieren), aber auch Cafés zum Entspannen; Leseräume mit den wichtigsten deutschen und europäischen Tageszeitungen; eine große Bibliothek, die nicht mit der Stabi konkurrieren soll, sondern sich etwa beschränkt auf zeitgenössische Literatur als Präsenzbibliothek, nicht zur Ausleihe – da könnten beispielsweise jeweils für ein Jahr die auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellten Bücher des jeweiligen Gastlandes zugänglich sein; es sollte dort mittelgroße Räume geben, wo DVDs oder Videos gezeigt werden können – von Filmemachern, die es schwer haben, in den Verleih zu kommen – oder parallel Filme aus dem Buchmessen-Gastland (ein guter Programmdirektor mit etwas Phantasie wird das mühelos bespielen können); oder auch für jeweils beschränkte Zeit immer nur ein zeitgenössisches Bild oder eine Plastik – Vobild etwa die Sammlung Hoffmann.
    Wenn man das Wort Humboldt-FORUM ernst nimmt, dann ist ein Forum ein öffentlicher Platz der Bürgerinnen und Bürger und eben kein Museum, wo abgeladen ist, wofür man anderwärts keinen Platz zu haben meint; für Ausstellungsware gibt es die benachbarte Museumsinsel und andere Stätten. Das Forum ist gewissermaßen ein Kernstück der Demokratie – die Agorà der Republik, wo man gerne hingeht, weil immer irgendetwas “los” ist, sei es Aktuelles, sei es ein reiches Angebot, an dem man sich durch kritische Nachfragen beteiligen kann in öffentlicher Rede. Man könnte dort auch einen Raum reservieren für jeweils einen Bundestagsabgeordneten – jeden Tag ein anderer – der sich hier den Fragen der BürgerInnen stellt: Das könnte eine feste Institution werden.
    Kurz: Kein Museum, sondern ein Forum für eine vielfältig sich manifestierende Öffentlichkeit.
    Ist über die Nutzung erst einmal ein prinzipieller Konsens gefunden, ergibt sich dann als zweite Frage die architektonische Umsetzung: Wenn ein Architekt meint, er könne diese vorgebenen Zwecke verwirklichen in Gestalt eines annähernd wiedererrichteten Schlosses – bitte sehr. Aber vermutlich würden sich dann eher ganz andere Bauformen ergeben, genauso markant und zugleich funktional wie etwa die Philharmonie… Wenn es schon bedauerlicherweise verpaßt wurde, an diesem zentralen Ort ein funktional würdiges Parlamentsgebäude zu errichten als Symbol für die Zentralität des demokratischen Anspruchs, dann sollte zumindest hier ein Gebäude stehen, das nicht nur offiziell “der Bevölkerung” gewidmet ist, sondern von ihr auch tatsächlich benutzt und angeeignet,also mit politischem Leben, mit “Öffentlichkeit” erfüllt werden kann.

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