Autorenarchiv

Entwurf Hufnagel Pütz Rafaelian (2008)

Verwandt einem Vorschlag von dem Münchener Architekten Stephan Braunfels, der diesen bereits 1993 gemacht und auch bei dem jetzigen Wettbewerb eingereicht hatte, drehen die Autoren den Schlüterhof Richtung Marx-Engels-Forum/ Fernsehturm und öffenen ihn zur Stadt. Anders als Braunfels verzichten Sie dabei allerdings, das Marx-Engels-Forum mit einer großmaßstäblichen Geste zu überformen. Etwas problematisch ist der Umgang mit den Portalen des Schlüterhofes, die in eine Ecksituation geraten. mehr »

Entwurf Oswalt, Enders, Monfort (2008)

Der Entwurf, der aus städtebaulichen, architektonischen und geschichtspolitischen Gründen eine klare Trennung zwischen Fassadenrekonstruktion und Gebäude vorsieht und den Gebäudekomplex auf ganzer Breite zum Stadtraum öffnet, schied bei der Jurierung der ersten Phase im Juni 2008 aus.

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Entwurf Oberst & Kohlmayer (2008)

In Bezug auf den holländischen Barockmaler Gerard Dou erfolgt die Rekonstruktion der Fassade als Vorhang. Damit soll auf  die zwei Wirklichkeitsebenen verwiesen werden, dem realen Betrachterraum und dem Bildraum; ein Spiel mit diesen verschieden Realitäten, die Gerard Dou damals mit der Einführung optischer Barrieren durch steinerne Fensterbögen und Vorhänge im Gemälde thematisierte. Der Entwurf ist am Ende der ersten Phase mit der Jury im Juni 2006 ausgeschieden.

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Entwurf Superflex (2005)

Ein Vorschlag der dänischen Künstlergruppe im Rahmen der Ausstellung ‚Abriss und dann‘ im Volkspalast 2005 mehr »

Entwurf Meuwissen (2005)

Der niederländische Architekt Joost Meuwissen schlägt eine langsame, über 200 Jahren andauernde Rekonstruktion des Schlosses vor, einschliesslich des Apothekerflügels, der dem Straßendruchbruch zwischen Dom und Schloss (heutige Karl-Liebknecht-Straße) im 19. Jahrhundert zum Opfer gefallen ist.

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Entwurf Bolles + Wilson (1993)

Der Entwurf des Architekturbüros Bolles + Willson sieht die Rekonstruktion einzelner bedeutender Innenräume des ehemaligen Berliner Schlosses innerhalb eines neuen Bauwerks vor. Zudem wird die Schinkelsche Bauakademie gleich zweimal rekonstruiert: Einmal am Originalstandort, ein weiteres mal am Standort des ehemaligen Apothekerflügels gegenüber dem Dom. mehr »

Entwurf Axel Schultes und Charlotte Frank (1993/ 2001)

Der vieldiskutierte und beachtete Entwurf von Axel Schultes und Charlotte Frank aus dem Jahr 1993ff. schlägt eine neue städtebauliche Lösung für das Schlossareal vor, innerhalb derer eine Rekonstruktion der Schlüterhof-Fassaden in neuer Konfiguration realisiert werden soll. Für den Wettbewerb 2008 haben die Architekten einen Entwurf gemäss der Auslobungsbedingungen vorgelegt, der mit der Jury am Ende der ersten Phase ausschied und den Axel Schultes inzwischen als den größten Fehler seines Lebens bezeichnet. Wie immer man dies beurteilen mag, der ursprüngliche Entwurf war ein sehr wichtiger Beitrag zu Schlossdebatte der letzten 15 Jahre und bleibt es weiterhin. mehr »

Links and downloads

Links

Federal Ministry of Transport, Building and Urban Affairs

Berlin Senate Department for Urban Development

 

Downloads

Competition_Brief_2008.pdf

Report of Written Queries during Competition_First Phase.pdf

 

 

Ja zum Schloss!

Ich sage Ja zum Schloss, weil der Bundestag ja gesagt hat!
Ich sage Ja zum Schloss, weil heutige Architekten nicht bauen können!
Ich sage Ja zum Schloss, weil es dann mit der Wirtschaft aufwärts geht!
Ich sage Ja zum Schloss, weil früher alles besser war!
Ich sage Ja zum Schloss, weil es jegliche Nutzung aufnehmen kann!
Ich sage Ja zum Schloss, weil es Honecker schon wollte!
Ich sage Ja zum Schloss, weil eine europäische Hauptstadt ein Schloss braucht!
Ich sage Ja zum Schloss, weil ich endlich Deutsche Geschichte vergessen will!
Ich sage Ja zum Schloss, weil Berlin schön werden soll!
Ich sage Ja zum Schloss, weil ich nein sage zum Sozialismus!
Ich sage Ja zum Schloss, weil ich darüber nicht mehr diskutieren will!

Ein Ende der Wundpflege

In einem brillianten Aufsatz analysiert der Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt, was sich beim Umgang mit alter Bausubstanz geändert hat. Beitrag zur Jahrestagung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz in Leipzig mehr »

Instant Barock? Das Schloss 2015

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Urteil des Landgericht Berlin bestätigt Kritiker des Förderverein Berliner Schloss e.V.

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Historische Sammlung oder Gesellschaftlicher Diskurs?

Bericht von der zweiten Veranstaltung ‘Was erwartet die Welt vom
Humboldt-Forum‘ der Stiftung Zukunft Berlin mit Boutros Boutros-Ghali sowie
Klaus Töpfer, Volker Hassemer und Jürgen Kocka./// mehr »

Humboldt-Forum der Wege und eine semipermeable Fassade?

Bericht von dem ersten Veranstaltung  ‘Was erwartet die Welt vom Humboldt-Forum’ der Stiftung Zukunft Berlin mit dem japanischen Ryosuke Ohashi sowie Sasha Waltz und Jochen Sandig.///

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Letzte Vorstellung im Palast

Das Feuilleton der  Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 21. August 2008 von der wohl letzten kulturellen Zwischennutzung im Palast der Republik. Etwa siebzig Leute drangen  in die Abrissbaustelle ein und wohnten einer Vorführung des Filmes „RiffRaff“ von Ken Loach im Kellergeschoss bei. Anstatt die Kellergeschosse wie von Urban Catalyst angeregt über 5 Jahre kulturell zu nutzen, wurden sie somit wenigstens für 2 Stunden genutzt, auch wenn die Akustik des einmaligen Guerilliakinos zu wünschen übrig lies.

Sehnsucht nach Geschichte

In diesem Vortrag bei der Stiftung Baukultur in Potsdam am 11. Juli 2008 geht der Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt den Ursachen der heutigen „Altgier“ in der gegenwärtigen Architektur und Städtebau nach und versucht hierzu, eine zeitgenössische, aber der Geschichte verpflichtete Alternative aufzuzeigen.///

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Architektur und Planungsgeschichte

Zum Internationalen Realisierungswettbewerb 2008, den Vorprojekten seit 1991 sowie den eigenen Planungen seitens des Fördervereins. /// mehr »

Agora

Zum Urspung des Begriffs und zur Geschichte der Idee, welche das Herzstück der Konzeption des Humboldt-Forums bildet. /// mehr »

Termine

22. Februar 2011, 19 Uhr in der Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz 1, 10178 Berlin.

Podiumsgespräch: Urbanität und Alt-Berlin – Die Zukunft der Berliner Altstadt

Die Veranstaltung, die im Rahmen der Ausstellung „Berlins Vergessene Mitte“ (vom 21. Oktober 2010 – 27. März 2011 im Stadtmuseum Berlin, Ephraim-Palais) stattfindet, fragt nach der Zukunft der historischen Mitte Berlins: Globaler Wettbewerb und Sparzwang, Energie und Umwelt, Integration und Identität, Individualität und Öffentlichkeit. Welche Themen bestimmen die Zukunftsentwürfe für die Berliner Altstadt? Welche bieten einen geeigneten Orientierungsrahmen?

Es diskutieren:

Florian Mausbach, ehem. Bundesamt für Bauwesen, Berlin

Ivan Reimann, Reimann Müller Architekten, verantwortlich für die Bauten des Außen- sowie des neuen Innenministeriums

Henning Thomsen, Stadtplaner, gehl architects

Jörn Düwel, Architekturhistoriker, Hamburg

und

Celina Kress, Center for Metropolitan Studies, Berlin

Warum diese Plattform?

Als konstruktives Forum soll in Form eines Internetbloggs nicht nur über die laufenden Prozesse und Entscheidungen informiert werden, sondern auch die Debatte um die anstehende Nutzungskonzeption bereichert und kritisch kommentiert werden. Als kritische (Gegen-) Öffentlichkeit versteht sich der Blog als Informations- und Diskussionsforum, in der die Debatte fundiert und konstruktiv kommentiert und begleitet wird. Hier wird Fundamentalkritik an dem umstrittenen Projekt ebenso wie konstruktive Vorschläge zur intelligenten Umsetzung des Bundetagsbeschluss ihren Ort haben. Der Blog Schlossdebatte versteht sich als Plattform für alle kritischen Geister, die weder resigniert haben noch als gehorsame Untertanen sich einem fragwürdigen Bundestagsbeschluss ohne Widerrede ergeben.///

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